GOLD

Die ästhetische Versorgung mit Goldgußfüllungen (Inlays)

Gold - das Material des Altertums. Kein anderes Metall hat den Menschen seit jeher so fasziniert und so starke Emotionen in ihm geweckt. Bis in unsere heutige Zeit hat dieses Edelmetall nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt. Schon die alten Ägypter und Etrusker verwendeten es vor mehr als 2000 Jahren für Zahnfüllungen. Die Suche nach Gold war eine der Triebfedern der Entdeckungsreisen im 15. Jahrhundert. Auch heute sind seine materialspezifischen Eigenschaften ungeschlagen. Besonders hervorzuheben ist die hohe Biokompatibilität, die erstklassige zahntechnische Verarbeitungsmöglichkeit und vor allem der exakte Randschluß. Es ist das Mittel der Wahl wenn es darum geht ein Füllungsmaterial zu verwenden, welches den geschädigten Zahn auf sehr lange Zeit, bisweilen lebenslang, perfekt zahntechnisch zu restaurieren vermag. Nicht umsonst entscheiden sich mehr als 75% aller deutschen Zahnärzte für Goldgußfüllungen (Inlays) wenn es um ihre eigene Zahnversorgung geht. Der Fachmann kennt die Vorzüge dieses Materials eben ganz genau.

Goldinlays in zahntechnisch meisterhafter Ausführung in den Seitenzähnen des Ober- und Unterkiefers. Man beachte den optimalen Randschluß, die extreme Präzision!

 
Die Voraussetzungen für Goldgußfüllungen:

  • ein kariesinaktives Gebiß

  • gute Mundhygiene

  • keine parodontalen Entzündungen

  • Einhaltung engmaschiger Recalltermine

  • keine starken funktionellen Probleme

  • Zähne dürfen nicht extrem in ihrer Substanz vorgeschädigt sein

Die besonderen Vorteile von Goldgußfüllungen:

  • hohe Biokompatibilität

  • keine Oxidation im Mund

  • die natürliche Zahnfarbe bleibt erhalten und wird durch die warme, angenehme Farbe des Goldes ergänzt

  • geschwächte Zähne können durch Überkappungen gestärkt werden, wodurch viel Zahnsubstanz erhalten bleibt

  • Infrakturen der Zähne werden vermieden und selbst dünne Goldschichten weisen nur eine geringe Bruchgefahr auf

  • Allergiefrei

  • praktisch unbegrenzte(!) Lebensdauer

  • höchste Paßgenauigkeit

  • Okklusionskontakte bleiben über Jahrzehnte hinweg erhalten

  • Gold verursacht keinen Verschleiß am Antagonisten (=Zahn im Gegenkiefer)

  • Die Härte des eigenen Zahnes entspricht fast der Härte des Goldes und somit ist das Kauen auf Goldkauflächen wesentlich angenehmer als auf härteren Materialien

  • Gold erlaubt bei fachmännischer Verarbeitung einen fast vollständigen Randschluß, das heißt, daß der Übergang vom Gold zur natürlichen Zahnsubstanz nicht mehr zu spüren ist

Der einzige "Nachteil" von Goldgußfüllungen:

  • metallene Farbe

Das Vorbereiten von Zähnen für die Aufnahme von Goldgußfüllungen ist eine sehr anspruchsvolle zahnärztliche Tätigkeit. Die Zähne werden hierbei zunächst in bestimmter Art und Weise ausgeschliffen, es werden Abdrücke des Kiefers genommen und im zahntechnischen Labor werden die Goldgußfüllungen in einem sehr aufwendigen Verfahren hergestellt. Je nach qualitativem Anspruch des Behandlers können Goldinlays auch unter Zuhilfenahme eines Stereomikroskops vom Zahntechniker gefertigt werden.

Die zahnärztliche Restauration mit Goldgußfüllungen (Inlays) ist eine auf lange Zeit lohnenswerte Versorgungsart für den Patienten. Wenn Patienten eine gute Mundhygiene betreiben und die regelmäßigen engmaschigen Recalltermine zur Kontrolle eingehalten werden, so sind Goldgußfüllungen praktisch unbegrenzt haltbar. Gerade bei allergisch vorbelasteten Patienten ist die Versorgung mit Goldgußfüllungen sehr zu empfehlen.

Die linke obige Abbildung zeigt ganze Zahnkronen die im Labor aus Wachs (Diagnostic Waxup) funktionell und ästhetisch perfekt modelliert wurden. Eine Grundvoraussetzung für optimale Passung. Auf der rechten Abbildung sehen Sie Goldgußfüllungen (Inlays) im Munde eines Patienten.

Die Versorgung oberer Seitenzähne mit Teilkronen

Sind die Zahndefekte etwas ausgedehnter, so bietet sich die prothetische Versorgung mit Teilkronen an. Diese Versorgungsform verlangt vom Behandler ein noch größeres Augenmaß und eine extreme Präzision sowohl beim Präparieren und bei der Abdrucknahme, wie auch bei der Herstellung der Teilkronen im zahntechnischen Labor. Dann lassen sich Restaurationen herstellen, die sowohl funktionell wie auch parodontalprophylaktisch perfekt gestaltet sind und die Restzahnsubstanz lange erhalten.