KUNSTSTOFF

Bei dieser Gruppe der Füllungswerkstoffe handelt es sich um zahnfarbene Materialien. Alle zahnfarbenen Füllungswerkstoffe unterliegen einer privaten Zuzahlung durch den Patienten, wenn sie im Front-, oder Seitenzahnbereich zum Einsatz kommen und wenn sie mit modernsten Werkstoffen in Schmelz-Dentin-adhäsiver Technik ausgeführt werden.

Der Aufwand der zur korrekten Verarbeitung für diese Füllungsmaterialien getroffen werden muß, ist wesentlich umfangreicher als bei einer herkömmlichen Kunststofffüllung in älterer Technik. Auch die Präparationstechnik unterscheidet sich von der Standardtechnik. Außerdem sind generell alle zahnfarbenen Füllungsmaterialien wesentlich teurer als das Amalgam. Nähere Informationen zu den aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und den genauen Kosten erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

Alle zahnfarbenen plastischen Füllungsmaterialien unterliegen generell einer Verfärbung, die umso eher in Erscheinung tritt, je stärker man färbenden Genußmitteln und Speisen zuspricht. Dazu gehört zum Beispiel der Genuß von Tee, Kaffee, Rauchen oder Rotwein. Dies ist ein genereller Schwachpunkt aller zahnfarbenen plastischen Füllungsmaterialien. Auch bestimmte Medikamente können zu Verfärbungen der zahnfarbenen Füllungen führen, zum Beispiel der Wirkstoff "Chlorhexidin®".

Bei Privatversicherten erfolgt eine Analogberechnung der zahnfarbenen Füllungen. Sie entspricht den zur Zeit geltenden gesetzlichen Bestimmungen. Es kann sein, daß einige Privatversicherer oder Beihilfestellen die Kosten dieser Füllungsversorgung nicht zur Gänze übernehmen, wenn sie mit modernsten Werkstoffen in Schmelz-Dentin-adhäsiver Technik ausgeführt werden. Nähere Informationen und Erläuterungen zur Analogberechnung von zahnfarbenen Füllungen im Front-, und Seitenzahngebiet und deren rechtliche Grundlage finden unsere Patienten in unserem Merkblatt in der paßwortgeschützten "Download"-Sektion unserer Website oder, natürlich, direkt bei uns.

In unserer Praxis verwenden wir zur Zeit drei Hauptgruppen von zahnfarbenen Füllungsmaterialien:

1.

einfache Komposite als Amalgamalternative, die aufgrund ihrer werkstoffkundlichen Aspekte eigentlich mehr Nachteile als Vorteile aufweisen:

  • Dieses Füllungsmaterial entspricht einer wirtschaftlichen, wenn auch deutlich teureren Alternative zum Amalgam.
  • Nur in einer Farbe lieferbar und somit sehr auffällig im Zahn.
  • Eingeschränkte Haltbarkeit für nur etwa 3-4 Jahre laut Herstellerangabe.
  • Möglichkeit der Füllungsverfärbung durch färbende Genußmittel.
  • Eingeschränkte Druckbelastung.
  • Dieses Füllungsmaterial findet sowohl "chemisch" als auch "mechanisch" Halt im Zahn, wie das Amalgam. Die Restzahnhartsubstanz muß also zur Aufnahme der Füllung stärker "unterhöhlend" ausgeschliffen werden um dem Füllungsmaterial Halt zu geben.

2.

keramikverstärkte Komposite der neuesten Werkstoffklasse, die folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Längere Haltbarkeit durch die Verwendung von mehr als 90% Keramikpartikeln im Füllungswerkstoff.
  • Die Füllungsfarbe läßt sich häufig recht gut der Restzahnfarbe anpassen, da die Industrie dieses hochwertige Material in vielen Zahnfarben anbietet.
  • Schutz Ihrer wertvollen Zahnhartsubstanz durch minimalinvasive Defektdarstellung und Versorgung.
  • Möglichkeit der Füllungsverfärbung durch färbende Genußmittel.
  • Verklebung mit der Zahnsubstanz, sodaß auch sehr kleine, sehr ungünstig gelegene oder sehr ausgedehnte Defekte perfekt konservierend versorgt werden können und eine Überkronung in vielen Fällen zeitlich hinausgeschoben wird. Das spart Ihnen zunächst Kosten!

3.

High-End-Hybridkomposite für ästhetisch "unsichtbare" Füllungen, welche die folgenden Vorteile aufweisen:

  • Längere Haltbarkeit und Formstabilität durch die Verwendung von mehr als 95% Keramikpartikeln und Mikro-Matrixfüllern.
  • Die Füllungsfarbe läßt sich nahezu perfekt der Restzahnfarbe durch eine spezielle aufwendige Mehrfarb-Schichttechnik anpassen. Die Füllung verschwindet fast "unsichtbar" im Zahn und ist in der rechten Abbildung im zweiten kleinen Backenzahn kaum zu erkennen.
  • Eine hochglänzende Füllungsoberfläche.
  • Möglichkeit der Füllungsverfärbung durch färbende Genußmittel.
  • Auch hier Schutz Ihrer wertvollen Zahnhartsubstanz durch minimalinvasive Defektdarstellung und perfekte Versorgung.
  • Verklebung mit der Zahnsubstanz, sodaß auch sehr kleine, sehr ungünstig gelegene oder sehr ausgedehnte Defekte perfekt konservierend versorgt werden können und eine Überkronung auch hier in vielen Fällen nicht unmittelbar nötig wird. Das spart Ihnen zunächst Kosten!
  • Etwas höhere private Zuzahlung gegenüber den "regulären" keramikverstärkten Kunststoffen, da die Ästhetik hier noch einmal deutlich gesteigert und die Verarbeitung noch wesentlich aufwendiger und zeitintensiver ist.